Scharf oder unscharf?


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Gute Fotos, die das Auge des Betrachters „berühren“, müssen nicht unbedingt scharf sein. Natürlich ist es in den meisten Fällen wichtig, die Schärfe gut darzustellen, sei es in der Landschaft- oder in der Portrait- bzw. Makrofotografie. Schließlich möchte man dem Betrachter zeigen, wie gut man auf das Motiv fokussiert hat und welches Ergebnis daraus geworden ist.

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Nichtdestotrotz bin ich persönlich der Meinung, dass scharf nicht unbedingt gut sein muss bzw. dass auch unscharfe Fotos gute Fotos sein können. Schließlich gibt es genug Fotografen, die sich auf „künstlerische Unschärfe“ wie ich das nenne, konzentrieren. Ich habe es auch selber ausprobiert und das sind meine Ergebnisse.

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Wenn man sich mit dem Thema „Schärfe“ mehr beschäftigt, kommt man schnell drauf, welche Ursachen es für die ungewollte Unschärfe der Motive gibt. Sehr viel hängt vom Wetter, von der Ausrüstung, aber natürlich auch von dem Fotografen selbst ab.

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In der Regel würde ich mindestens drei völlig unterschiedliche Gründe für unscharfe Bilder nennen.

  1. Man hat die Kamera während der Aufnahme bewegt. Das passiert meistens, wenn man ohne Stativ arbeitet. Ähnliches Grund sei die Bewegung des Motivs selbst. Es muss nicht unbedingt ein Makromotiv (z.B. eine Biene) sein, sondern auch eine Person, die nicht ruhig stehen bleiben kann. In so einem Fall muss man viel Geduld haben und so oft ausprobieren, bis das Motiv scharf genug ist bzw. das Ergebnis unseren Erwartungen entspricht.
  2. Der Fotograf hat den Fokus nicht richtig getroffen und das Bild ist unscharf geworden. Das passiert vielen Hobbyfotografen, die am Anfang ihrer „fotografischen Karriere“ stehen. Sie wissen oft nicht, wo sich der Punkt auf der Kamera befindet, den sie auf das Hauptmotiv fixieren sollen. In dem Fall hilft einfach, wenn man sich mit der Kamera und ihren Einstellungen mehr beschäftigt bzw. sehr viel übt.
  3. Man hat Geld sparen wollen und hat sich für ein schlechtes Objektiv entschieden. Das sollte man spätestens nach dem ersten Fehlkauf nicht mehr tun. Ich gebe zu, ich habe anfangs auch nicht gewusst, welchen Unterschied es zwischen einem teuren Objektiv und einer billigen Variante gibt. Schließlich denkt man sich oft, dass man für Markenprodukte nicht so viel Geld ausgeben muss und auch einen guten Kauf mit billigeren Produkten macht. Das ist auch in der Regel richtig, wenn man sich z.B. Kosmetikprodukte oder Lebensmittel näher anschaut. Oft bezahlt man einfach für die Marke und nicht für die Qualität. Die Regel trifft aber nicht in der Fotografie zu. Gute, lichtstarke Objektive kosten eine Menge Geld und man sollte sich vor jedem Kauf gut überlegen, wofür man sein Geld einsetzt, um es später nicht zu bedauern.

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So viel zu dem Thema. Ich wollte euch fragen, ob jemand von euch zufällig morgen auf der Fotomesse anwesend ist? Ich bin ich morgen auf jeden Fall auf Photoadventure in Wien unterwegs und hoffe dort viele gute Eindrücke zu sammeln und euch darüber zu berichten. Ich freue mich sehr drauf ;-).

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und natürlich auch einen schönen Sonntag! Eure bilere